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Titanic - oder wie man sich den Journalistenruf ruiniert

Im November 2017 täuschte eine Gruppe Mitarbeiter des Magazins Titanic wahrheitswidrig vor, als Pressevertreter den Kontakt zu den im Gebäude befindlichen Politikern suchen zu wollen. Unter der Vorspiegelung dieser presserechtlich nicht zu beanstandenden Handlung ließen sie sich eine Tages-Akkreditierung ausstellen.


Im Gebäude der Dorotheenstrasse 93/Berlin angelangt, verkleideten sie sich als Hausmeisterdienst und drangen sodann unter der Vorspiegelung hausmeisterlicher Dienste mindestens in die Räume des Bundestagsabgeordneten Gauland ein. Ihr Tun filmten diese zeitweise sogar.
Ob die Mitarbeiter des Magazins und dieses selbst auch für das Verschwinden bzw. die Entwendung von Unterlagen sowie das Verschwinden eines Abgeordnetenausweises aus anderen Abgeordnetenbüros zur Verantwortung zu ziehen sind, kann bislang nicht hinreichend sicher beurteilt werden. Anwesenden Mitarbeitern im Büro selbst kam das Verhalten dieser hausmeisterlichen Personen seltsam vor, weshalb die Bundestagspolizei herbeigerufen wurde. Ob alle Zutrittserschleicher erkennungsdienstlich erfasst werden konnten, ist nicht gesichert.


Es wurde nach hiesiger Information bei der Bundestagspolizei ein Strafantrag eingeleitet. Der Ausgang des Verfahrens ist noch nicht bekannt.
Offenbar haben die Täter jedoch nicht das Ausmaß ihres berufsschädigenden Verhaltens begriffen oder sie ignorieren es bewusst - gleich den völlig erkenntnisresistenten Privat-Rennfahrern auf den Straßen so mancher deutschen Großstadt: Auch diese prahlen mit ihren Videos - insbesondere derzeit eine eigenartige Berühmtheit, die hier angestrebt wird.


Der Missbrauch des Vertrauens bzgl. der Einhaltung des für alle Pressevertreter beim Bundestag geltenden Pressekodexes wiegt schwer und hat erhebliche berufliche Konsequenzen.


Einen solch vorsätzlichen Missbrauch einer Presseakkreditierung hatte es bislang im Bundestag noch nicht gegeben. Hier schreibt das Magazin leider negative Pressegeschichte mit wahrscheinlichen Konsequenzen für jegliche weitere Akkreditierung des Magazins in den Räumen des Bundestags und vermutlich auch bei weiteren Akkreditierungsstellen.


Es gehört zwingend zu den Mechanismen einer funktionierenden Demokratie, dass es eine freie Presse gibt, wie diese selbst zurecht reklamiert, was im Tatsächlichen (deutlich!) jedoch oft zu bezweifeln ist.


Es gehört zudem zwingend zu den Mechanismen einer funktionierenden Demokratie, dass die Presse im Umgang mit ihren Gesprächspartnern sich an den gemeinsamen Pressekodex hält.


Die Nichteinhaltung führt zum dauerhaften Ausschluss; so mancher Presse-Agitant hat das bereits erfahren müssen; ein bundesweit übel-berühmter sucht derzeit durch Co-Schreiber, um seine journalistische Reputation wiederzuerlangen.
Wer sich allerdings selbst regulär nie an irgendwelche Verhaltensregeln hält, selbige aber lautstark einfordert und sich aus der vermeintlichen Selbstrechtfertigungsthese einer Opferrolle zum „berechtigten“ Straftäter regelmäßig stilisiert, das sind „die Antifanten“ und „der religiöse Fanatismus“.


Wir alle von der AfD und auch viele, viele andere Abgeordnete sind in diesem Bundestag angetreten, um mit dem besseren Argument zu streiten; viele nicht, daher an die Letztgenannten: Wir von der AfD werden sicher nicht wieder gehen.


Der uns hinter (bislang noch) vorgehaltener Hand von euren Parteikollegen bezeugte Respekt und die Übereinstimmung mit unserem Bestehen auf eine demokratische Erneuerung Deutschland auf der Basis unseres eigenen für unser Land uneingeschränkt geltenden Grundgesetzes bestärkt uns in unserem Vorgehen. Wir nehmen das hoffnungsvoll zur Kenntnis und bedanken uns gerade auch bei unserem (formell) politischen Gegner für eine solche Wertschätzung und den Respekt. Vielleicht finden Sie den Mut, endlich aufzubegehren und dem Spuk ein Ende zu machen. Wir bedanken uns ganz besonders bei unseren Bürgern, die den derzeit weiterregierenden Abgewählten keinerlei Glauben mehr schenken – und sich angesichts der Umfrageergebnisse immer mehr selbst fragen, mit welchen Fragen solche märchenartigen Umfrageergebnisse entstehen können. Schauen Sie einfach mal hinter die Frage-Institute, wer diese regiert und wer da wem die Finanzen dazu spendiert.


Kommen wir wieder zurück zur Titanic: Als historische Tatsache ist jedenfalls bekannt, dass die Titanic – mindestens aus Fahrlässigkeit des dortigen Führungspersonals – an einem Eisberg zerschellte und dabei leider mindestens 1400 Menschen unschuldig in den Tod gingen.
Historisch bekannt ist ferner, dass die Evakuierung nur sehr wenig optimal erfolgte und es bewusst viel zu wenige Rettungsboote gab, die zudem den Etablierten vorbehalten waren, die ja immer gerne lieber unter sich bleiben. Der vielfältige Vorwurf, anders handeln zu können, es aber eben gerade nicht getan zu haben, musste man damals wie heute an die Seite der Titanic-Betreiber richten.


Sicher wird der eine oder andere der sogenannten Etablierten auf diesen Skandal mit Verharmlosungsverbalien reagieren.
Daher weisen wir darauf hin, dass Herr Maas im Sommer 2017 verbal recht extrem reagiert hatte, als bspw. Vertreter der identitären Bewegung das Justizministerium nur von außen erklettert hatten und ein Transparent dort anbringen wollten. Herr Maas hat den anwesenden Gegendemonstranten Wasser spenden wollen, was diese aber unter Protest ablehnten, da sie sich als Antifanten herausstellten.


Antifanten waren es, die am 02.12.2017 den MdB Kai Gottschalk in Hannover gruppenweise angriffen und u.a. das Handgelenk brachen, sein Daumengelenk zerstörten. Bislang haben die sich nicht dafür entschuldigt oder das als inakzeptablen Exzess von Wenigen distanzierend verurteilt. Auch die Bundestagspolitiker der Altparteien haben sich am 12.12.2017 hierzu im Parlament nur extrem blamiert – nicht anders als es auch bei den Breitscheidopfern geschah, also nichts Überraschendes.


Die übel beschuldigten Kletterer der Identitären hingegen waren jedoch im Sommer nicht einmal in den geschützten Raum des Justizministeriums eingedrungen. Sie hatten mit Sicherheit nichts entwendet.


Doch auch Innensenator Thomas de Maizière fand bislang immer nur einen Weg, sich aus seiner politischen persönlichen Verantwortung für die Erodierung der Verhaltenswerte und der inneren Sicherheit unseres Landes durch Konsequenzenlosigkeit zu winden.
Mein Vorwurf lautet: bewusste, beharrliche und wiederholte Verweigerung der Anwendung des staatlichen Gewaltmonopols zugunsten der Bürgerschaft dieses Landes.


Zum Zwecke der Aufrechterhaltung der Untätigkeit erzeugt dieser lieber eine neue zusätzliche Verwaltungsebene, zuletzt durch die Forderung nach einem Antisemitismusbeauftragten. Man könnte schon längst schlicht Konsequenzen ziehen und nicht nur reden!
Vermutlich würde sich etwas ändern, wenn auch das jüdische Bürgertum in diesem Land endlich verbal klar Konsequenzen einfordert – und zwar als solches in seiner hier selbstverständlich verwurzelten Verfasstheit selbst. Immerhin reift auch bei diesen zusehends die Erkenntnis, dass man für seine Heimat selbst aufstehen muss und sich die Errungenschaften unserer pluralen, weltoffenen und säkularen Gesellschaft nicht einfach wegnehmen lassen darf.


Vermutlich würde sich auch dann etwas ändern, wenn die Polizei den Realitätsverweigerern den ihnen so selbstverständlichen Schutz zu verweigern einmal androht.


Geben Sie es zu, meine Damen und Herren Polizeibeamte – gedacht haben Sie das schon des Öfteren …
Deutschland braucht endlich einen Neuanfang! – das geht eben nur ohne Regierungs-Titanicer, aber eben auch nur mit allen bürgerlichen demokratischen Kräften zusammen.


In diesem Sinne wünschen wir Ihnen einen gesunden und guten Neuanfang im Jahr 2018 und wir wünschen unserem Land, dass diese unsäglich schädliche Frau unser Land nicht länger und noch weiter an den Abgrund führt.


Martina Böswald - Breisgau-Hochschwarzwald
Andreas Reuter - München Nord


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