AfD BW | Breisgau Hochschwarzwald

Quo vadis, AfD? Wohin gehst Du, AfD?

Quo vadis, AfD? Wohin gehst Du, AfD?


Wer hätte das gedacht – gerade einmal fünf Jahre jung und in vierzehn, demnächst allen Landtagen sowie im Bundestag mit über 90 Abgeordneten vertreten. Die Alternative für Deutschland!


Spätestens die Bundestagswahl im September 2017 hat eine Repräsentations- und Integrationskrise offengelegt, wie sie in Nachkriegsdeutschland noch nie zu beobachten war.


Noch 1976 stimmten 91,2 Prozent der Wähler für CDU oder SPD. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 53,5 Prozent und selbst regierungsfreundliche Wahlumfragen gehen derzeit nicht mehr davon aus, dass die (noch) Volkspartei CDU und die Restbestände der einst so stolzen SPD zusammen, keine 50 Prozent der Wählerstimmen erhalten würden.


Wie konnte das Geschehen?


Es ist ganz bestimmt nicht meine Aufgabe als Vorstandsmitglied der AfD Breisgau-Hochschwarzwald die Abgewirtschafteten dahingehend aufzuklären, was sie alles falsch gemacht haben. Es bietet sich viel mehr die gute Gelegenheit den Blick nach vorne zu richten, auf was die AfD achten sollte damit sie nach einer Übergangszeit in der Opposition, welche erfrischend und mutig der jeweiligen Regierung widerspricht, ihre Vorstellungen von einem besseren Deutschland mit der Übernahme der Regierungsverantwortung umsetzt.


Angela Merkel tritt kräftig ramponiert ihre letzten Amtsjahre als Kanzlerin an. Unter ihrer Ägide als Parteivorsitzende der CDU kollabiert diese sozialdemokratisierte Partei unaufhaltsam weiter. Merkel vor allem hat es in facto fertig gebracht, das rechts von der nach links abgewanderten CDU (einschließlich dem Seehofer Ableger) viel Platz für eine ständig wachsende Bürgerbewegung geworden ist, welche in der AfD ihre politische Heimat gefunden hat. Eine patriotische AfD mit konservativer Plattform und sozialen Leitgedanken ist auf dem guten Weg zu einer echten Volkspartei!


Die selbstkritische Frage jedoch, wie man dieses Ziel erreicht, hat in diesem Zusammenhang durchaus seine Berechtigung. Das nämlich, verehrter Leser, hat in der CDU, welche ich nach 45 Jahren verlassen habe, in den letzten Jahren nicht mehr stattgefunden. Die große Vorsitzende gab vor (Atomausstieg, EU-Rettung, Einwanderungskrise) und alle, alle nickten ab. Egal ob in der Regierungsverantwortung oder in der Opposition einvernehmlich, brav und gefügig. Schließlich wollte man nicht unangenehm auffallen, vielleicht noch etwas werden oder glaubte gar naiv, dass die damit zusammenhängenden desaströsen Entwicklungen andere treffen. Ganz schön kurzsichtig, egoistisch und obendrein auch noch dumm, wie ich gerne und in diesem Zusammenhang attestiere.


Nur sehr wenige traten mutig auf, stellten kritische Fragen und wurden sodann politisch ins Abseits gestellt. Namen wie Erika Steinbach, Wolfgang Bosbach oder Franz-Josef Strauß, nein letzterer musste das nicht mehr erleben, stehen stellvertretend für viele, welche ihre politische Heimat verloren haben


Kommen wir zu den einst erfolgsverwöhnten Sozialdemokraten, der ältesten, demokratischen Partei in Deutschland. Ihr Abstieg begann mit dem Aufstieg der Grünen in den achtziger Jahren. Damals begleitet mit verbalen Kraftausdrücken, wie des Bundestagsabgeordneten und späteren Außenministers Joschka Fischer zum CSU Abgeordneten Stücklen gewandt: „Mit Verlaub, Herr Präsident, sie sind ein Arschloch.“


Ach ja, da war noch einer. Dieser Zeitgenosse hieß Ludger Volmer und war seinerzeit Grünen Sprecher im Bundestag. Er schleuderte in Richtung Bundeskanzler Helmut Kohl den Satz: „Wir werden den Kanzler jagen.“


Als Alexander Gauland am Abend der Bundestagswahl genau diese Worte in die Mikrofone sprach, war der Aufschrei  der Empörung am nächsten Tag unüberhörbar. Hatte er doch lediglich den Satz ausgesprochen, welche zuvor ein Grüner, freilich ohne Erregung öffentlicher Verärgerung, so sagte.


Jedenfalls konnte man diesen Zusammenhang in den Leitmedien weder nachlesen noch hören.


Doch zurück zur SPD. Der zweite Aderlass an Wählern musste diese einst 40 Prozent Partei über sich ergehen lassen, als die SED-PDS-LINKE  (Reihenfolge ist korrekt) anfing ehemalige Wähler der SPD (Hartz IV lässt gleichfalls grüßen) aufzufangen.


Kann das, was CDU und SPD widerfahren ist auch der AfD passieren – oder gelingt es uns, mit dem Anspruch Volkspartei zu werden, auf einer breiten Plattform divergierende Kräfte zu vereinen?


Eine mehr als berechtigte Frage, über die wir, anders als in der CDU oder SPD, vorbehaltlos sprechen sollten.


Bisher jedenfalls hat unsere junge Partei allen Unkenrufen zum Trotz, ihre Geburtswehen erstaunlich gut überstanden. Das Personal gewinnt in zunehmenden Maß an Format und schaut couragiert in die Hinterzimmer einer etablierten und zunehmend dekadenten Gesellschaft. So aufgestellt füllen wir AfD`ler die immer größer werdenden Lücken im Parteienspektrum der Republik erfolgreich aus.


Dazu gehört ein klares Familienbild, eine Sozialpolitik, welche diesen Namen verdient, Sicherheit und Wohlstand im Alter, inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Islam ohne Meinungsschleier und vieles andere mehr.


Hinzu kommt, dass der Nürnberger Trichter, gemeint sind große Teile der Leitmedien, nicht mehr so funktioniert wie das einst der Fall war. Die Menschen im Land sind hellhörig geworden, fragen nach und können sich, dank der sozialen Medien, objektiv erkundigen.


Quo vadis, AfD?


Fundamentalopposition oder Koalitionsfähigkeit!


Ersteres ist meines Erachtens für die nächsten Jahre, mit Blick auf die voraussichtliche Wahlperiode im Bundestag oder den Landtagen, vorgegeben. Doch wenn man erfolgreich Politik machen will, das heißt in erster Linie politisch gestalten möchte (siehe Österreich), muss man mehr daraus machen.


Die Kunst besteht sodann und vermutlich darin, dass man dabei seine parteipolitische Seele nicht verliert.


Despektierlich gefragt: Etliche von uns sind davon überzeugt, dass unsere Partei für einen nicht unerheblichen Teil unseres Volkes spricht. Hört man jedoch unvoreingenommen ins Volk hinein, halten uns viele für zu radikal und lehnen die AfD als Option ab.


Sicherlich auch ein Ergebnis des bereits angesprochenen Nürnberger Trichters (Medien) aber auch, wiederum selbstkritisch fragend, möglicherweise deshalb, weil gewisse Leute diese Mechanismen nicht durchschauen und Journalisten immer wieder auf den Leim gehen, wie man so schön sagt.


Von diesen Menschen wurde und wird auf künftig mit zweierlei Maß gemessen, aber Provokationen werden auch gehört und führen nicht selten zum erhofften Erfolg.


Auf Dauer liebe Freunde, davon bin ich überzeugt, werden wir Regierungsverantwortung im Bund, in den Ländern oder in unseren kommunalen Körperschaften übernehmen müssen, wenn wir politisch gestalten wollen. Der Weg dorthin ist steinig und strapaziös. Lassen sie ihn uns gemeinsam gehen!


Eines Tages rücken vermutlich die aktuellen Tagesthemen wie Flüchtlings- und Migrationspolitik in den Hintergrund oder man hat sich daran gewöhnt bevor wir Verantwortung ausüben können. Andere Anforderungen und Themen werden im Fokus der Politik stehen auf die wir Antworten geben müssen, um als Volkspartei in der demokratischen Auseinandersetzung dauerhaft bestehen zu können.


Deutschland hat es verdient!


Harald Kraus, Kreisvorstandsmitglied AfD Breisgau-Hochschwarzwald


 


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